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Kärnten verbindet Wissenschaft und Naturschutz: Parke werden zu Forschungs- und Innovationsräumen

Die einzigartigen Naturräume Kärntens bieten wertvolle Voraussetzungen, um Antworten auf die ökologischen Herausforderungen unserer Zeit zu finden. Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung „Science_LinkCarinthia” schaffen die vier Kärntner Hochschulen und sechs Organisationen aus dem Schutzgebietsbereich erstmals einen gemeinsamen Rahmen für ihre langfristige Zusammenarbeit. Bestehende Kooperationen werden damit ausgebaut und es werden neue wissenschaftliche Impulse gesetzt. Das Ziel besteht darin, Forschung und praktische Erfahrungen zu verknüpfen, um Lösungen für den Erhalt der Artenvielfalt, die Anpassung an den Klimawandel und den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu entwickeln.

Kathrin Stainer-Hämmerle, Martin Waiguny, Barbara Pucker, Jan Steinbrener, Gerald Hartmann, Roland Streiner, Bernard Sadovnik, Sven Fisler sowie LR.in Marika Lagger-Pöllinger und LR Peter Reichmann bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.

„Unsere Parke sind weit mehr als wertvolle Naturlandschaften. Sie sind Lebensräume, Wissensspeicher und Orte, an denen wir die Zukunft aktiv gestalten können. Wer unsere natürlichen Lebensgrundlagen langfristig sichern will, muss wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen übersetzen. Mit dieser Allianz schaffen wir eine wichtige Grundlage dafür und stärken gleichzeitig Kärntens Regionen“, betont Umweltreferentin LRin Marika Lagger-Pöllinger

„Mit Science_LinkCarinthia verbinden wir die wissenschaftliche Vielfalt unserer Hochschulen mit konkreten Fragestellungen aus der Region. Studierende haben die Möglichkeit, direkt vor Ort zu forschen, während neue Erkenntnisse in Bildungsangebote und die Praxis einfließen. Damit stärken wir Kärnten als Forschungs- und Bildungsstandort und schaffen einen Mehrwert, der weit über die Hochschulen hinausreicht“, erklärt Bildungsreferent LR Peter Reichmann.

Kärntens Hochschulen und Schutzgebiete bündeln ihre Kräfte

An der Allianz beteiligen sich die Universität Klagenfurt, die CU Hochschule Kärnten, die Gustav Mahler Privatuniversität für Musik und die Pädagogische Hochschule Kärnten. Partner sind neben der Abteilung 8 -Umwelt, Naturschutz und Klimaschutzkoordination, der Nationalpark Hohe Tauern, der Biosphärenpark Nockberge, die Naturparks Dobratsch und Weissensee sowie der UNESCO Global Geopark Karawanken-Karavanke. Gemeinsam wollen sie Kärntens Parke als lebendige Lern- und Forschungsräume sowie als Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung stärken.

Von der Forschung in die Praxis

Studierende sollen sich künftig im Rahmen von Bachelor- und Masterarbeiten sowie Dissertationen mit den unterschiedlichen Fragestellungen befassen. Auch die Bevölkerung kann durch sogenannte Citizen-Science-Projekte aktiv an wissenschaftlichen Vorhaben mitwirken. Gemeinsame Bildungsangebote, Veranstaltungen und Forschungsprojekte sollen die gewonnenen Erkenntnisse für unterschiedliche Zielgruppen zugänglich und nutzbar machen. Die Zusammenarbeit wird in Dreijahresprogrammen geplant und durch halbjährliche Treffen der beteiligten Institutionen begleitet. Die Koordination übernehmen die CU Hochschule Kärnten mit ihrem UNESCO-Lehrstuhl und die Universität Klagenfurt mit ihrer Nachhaltigkeitskoordination.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, aus wissenschaftlichen Erkenntnissen konkreten Nutzen für Kärntens Natur, die Menschen und unsere Regionen zu schaffen“, betonen Lagger-Pöllinger und Reichmann abschließend.